KG Königshofen "die Schnocke" e.V. 1969
Schnocke voran

Die Geschichte der Tauberhexe 

 Die Hexe als Fasnachtsfigur

Die ältesten, schon im späten Mittelalter urkundlich belegten Fasnachtsgestalten sind der "Teufel", die Verkörperung des Bösen schlechthin, und sein Abkömmling, der dämonenhafte "Wilde Mann", meist eine Art Waldmensch. Beide treten auch heute noch während der Fasnacht in unterschiedlicher Form in Erscheinung. Die nach mittelalterlicher Vorstellung ebenfalls dem Teufel nahestehenden Figuren der unheimlichen "Wilden Frau" und des häßlichen "Alten Weibes", aus denen sich, allerdings wohl erst nach Ende der Hexenprozesse, die "Hexe" entwickelt haben dürfte, werden auch schon zu jener Zeit erwähnt.

Die Tauberhexe als Fasnachtsfigur in Königshofen   

Die Maskengruppe, die Tauberhexen, wurden 2003 ins Leben gerufen. Eine Fußgruppe, die sowohl die Hallenfasnacht, wie auch den Straßenfasnacht in Königshofen aufwerten und ihm neuen Schwung verleihen soll. Die Tauberhexe wird in die Satzung der KG Königshofen aufgenommen und erhält eine eigene Maskenordnung. In der Maskenordnung sind sowohl die Regeln für die Kleiderordnung, als auch für das Verhalten während der Faschingszeit festgelegt. Der Zunftmeister der Tauberhexen wird in der Hauptversammlung von allen Mitgliedern gewählt und organisiert die Hexengruppe und überwacht die Einhaltung der Maskenordnung. Seit dem Gründungsjahr erfreut sich die Maskengruppe über ständigen Zuwachs. Die Tauberhexen begleiten das Prinzenpaar und die Elferräte auf Prunksitzungen und Umzügen und gehen darüber hinaus als Botschafter für die KG Königshofen  und Königshofen auf Umzüge in ganz Süddeutschland.

Die Geschichte der Tauberhexe

Wir befinden uns im 16. Jahrhundert. Der Dreißigjährige Krieg tobt, das Klima ist kalt und rau. Die Felder sind verwüstet, die Häuser zerstört. Hunger und Seuchen fordern ihre Todesopfer. Gerade in dieser schlimmen Zeit wurden viele Frauen der Hexerei bezichtigt. Oft genügte ein Gerücht um die juristische Maschinerie in Gang zu setzten. Durch Folter wurden falsche Geständnisse erzwungen. Oft waren es ältere, allein stehende Frauen oder solche die sich in der Heilkunde auskannten. Sie zogen sich in die Wälder zurück und lebten dort in armseligen Hütten und zerlumpten Kleidern. Doch heute ist der Tag gekommen, an dem wir die Hexen zurückrufen, sie sollen kommen aus den Wäldern, über die Felder und über die Tauberwiesen, vom Turmberg herab um Euch zu zeigen dass sie keine bösen Hexen sind.